SEPA - Singe Euro Payments Area

Lastschriften & Mandate

Basis-Lastschrift (SDD-CORE B2C)

Das SEPA-Lastschriftverfahren heißt international SEPA Direct Debit (SDD).

  • Die Basis-Lastschrift ist vergleichbar mit der heutigen Lastschrift per Einzugsermächtigung
  • SEPA-Lastschriftmandat anstelle einer Einzugsermächtigung
    D
    er Lastschrifteinzug ist durch ein „Mandat“ zu legitimieren. Dieses Mandat muss Formvorschriften erfüllen.
  • Es besteht die Möglichkeit einer Umdeutungslösung, mit der bestehende Einzugsermächtigungen in ein Mandat umgewandelt werden können.
  • ausschließlich beleglose Verarbeitung (Online-Banking)
  • Jeder Zahlungsempfänger benötigt eine Gläubiger-ID der Deutschen Bundesbank
  • festes Fälligkeitsdatum (Due Date)
  • Pre-Notification / Vorabinformation zwingend erforderlich
  • späteste Einreichung bei der ersten Inkassostelle: 6 bzw. 3 Tage vor Fälligkeit
  • Rückgabefrist 8 Wochen, bei nicht autorisierter Lastschrift 13 Monate
  • vorgegebene Vorlauffrist:
    Die SEPA-Lastschrift muss bis zu 5 Bankarbeitstage bei einmaliger bzw. erster Lastschrift vor dem Zahlungstermin bei der Bank des Zahlungspflichtigen vorliegen. Bei Folgelastschriften beträgt die Frist 2 Bankarbeitstage.

Firmen-Lastschrift (SDD B2B)

  • SEPA-Firmen-Lastschrift ist vergleichbar mit dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren
  • SEPA-Firmenlastschriftmandat anstelle eines Abbuchungsauftrages
  • ausschließlich beleglose Verarbeitung (Online-Banking)
  • Gläubiger-ID und Mandatsreferenz des Lastschrifteinreichers erforderlich
  • festes Fälligkeitsdatum (Due Date)
  • Pre-Notification /Vorabinformation zwingend erforderlich
  • nur zwischen "Nicht-Verbrauchern" (d. h. keine Privatkunden) anwendbar
  • keine Rückgabemöglichkeit für den Zahlungspflichtigen
  • späteste Einreichung bei der ersten Inkassostelle: 2 Tage vor Fälligkeit

Wichtig:

  • Eine Umdeutungslösung für bestehende Abbuchungsaufträge in SEPA-Firmenlastschriftmandate ist nicht vorgesehen.
  • Als Zahlungspflichtiger müssen Sie Ihrer Bank die Erteilung des SEPA-Firmenlastschriftmandats bestätigen (zum Beispiel durch Übermittlung einer Kopie). Die Bank muss vor Einlösung der Firmenlastschrift prüfen, ob ihr eine Bestätigung des von Ihnen unterschriebenen Mandats vorliegt.

Mandate

Nach der Ablösung der alten Lastschriftverfahren (Einzugsermächtigung und Abbuchung) am 01.02.2014 gibt es nur noch die beiden SEPA-Lastschriftverfahren. Für diese werden zukünftig Mandate benötigt:

  • das "SEPA-Lastschriftmandat" für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren und
  • das "SEPA-Firmen-Lastschriftmandat" für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren.

Was ist zu beachten?

  • Der Mandatstext muss in der Sprache des Zahlungspflichtigen (Debitors) oder zweisprachig (zusätzlich in Englisch) verfasst sein. Inhalt und Aufbau des Mandatstextes sind gesetzlich vorgegeben.
  • Der Zahlungspflichtige behält eine Kopie des Mandats für seine Unterlagen. Bei SEPA-Firmenlastschriften muss er bei seiner Bank eine Kopie des Mandats einreichen.
  • Aufbewahrung der Originalmandate:
    • Der "European Payments Council" (EPC) gibt als Aufbewahrungsfrist 14 Monate ab dem letzten Einzug vor (Ende der technischen Abwicklungsfrist für die Rückgabe von unautorisierten Lastschriften).
    • Darüber hinaus sind die nationalen Aufbewahrungsfristen (z. B. gemäß HGB) zu beachten.
  • "Gültigkeit" der Mandate:
    • Wenn ein Mandat innerhalb von 36 Monaten ab Unterzeichnung/letztem Einzug nicht in Anspruch genommen wird, ist der Zahlungsempfänger (Creditor) nicht mehr berechtigt, Lastschriften auf der Grundlage dieses Mandats auszuführen.
    • Nach jedem Lastschrifteinzug beginnt diese Frist von vorn.
    • Die 36-Monatsfrist wird durch Mandatsänderungen nicht unterbrochen.
    • Die Banken sind nicht verpflichtet, die 36-Monatsfrist zu prüfen.
  • Die Bank des Lastschrifteinreichers ist berechtigt, sich die Gültigkeit der Mandate durch Vorlage nachweisen zu lassen.

Hier erhalten Sie die offiziellen Mandatstexte für SEPA-Basis und SEPA-Firmenlastschriftmandate.


Muster SEPA-Basis-Lastschriftmandat:

Muster SEPA-Basis-Lastschriftmandat


Muster SEPA-Firmen-Lastschriftmandat:

Muster SEPA-Firmenlastschrift-Mandat

Pre-Notification / Vorabinformation

Lastschrifteinreicher müssen dem Zahlungspflichtigen vor dem Einzug die Höhe und das Datum des jeweiligen Einzuges mitteilen, damit dieser die entsprechenden Gelder auf seinem Konto vorhalten kann. Sofern beide Parteien nichts anderes vereinbart haben, muss der Zahlungsempfänger 14 Tage vor dem Fälligkeitsdatum den Zahlungspflichtigen über die anstehende Lastschrift informieren.

Für die Pre-Notification können auch abweichende Vereinbarungen getroffen werden. So genügt es beispielsweise, die Lastschrift unter Angabe des Einzugsdatums (Due Date) durch einen Vermerk auf der Rechnung anzukündigen.

  • Die Pre-Notification erhält der Zahlungspflichtige
    • der Zahlungspflichtige kann der Kunde sein, der auch die Ware erhalten soll
    • der Zahlungspflichtige kann eine vom Kunden abweichende Person sein (Eltern/Großeltern/Enkel)
  • Die Pre-Notifikation muss folgende Daten enthalten:
    • Mandatsreferenz
    • Gläubiger-ID
    • Betrag
    • Datum der Belastung (Due Date)
  • Die Pre-Notification muss 14 Tage vor Fälligkeit erfolgen (falls nichts anderes vereinbart wurde).
  • Die Pre-Notifikation sollte nachweisbar übermittelt werden:
    • mit der Rechnung
    • per Brief
    • per E-Mail

Mandatsreferenz

Bei jeder Lastschrift muss eine Mandatsreferenz angeben werden, die mit der Referenz auf dem SEPA-Lastschriftmandat übereinstimmt. Es bietet sich an bereits vorhandene Systeme, z. B. Kunden- oder Mitgliedsnummer, zu nutzen und zusätzlich eine Variable einzufügen. So können Sie einfach die Variable ändern wenn eine neue Mandatsreferenz für den Kunden benötigt wird.
Die Mandatsrefrenz ist frei wählbar, kann alphanumerisch sein und besteht aus maximal 35 Stellen.

Gläubiger-Identifikationsnummer (CI)

Bei den SEPA-Lastschriftverfahren müssen Zahlungsempfänger genau zu identifizieren sein, deshalb erhalten diese eine Kennnummer. Diese Kennnummer heisst "Gläubiger-Identifikationsnummer" (CI – Creditor Identifier).

Bei der Deutschen Bundesbank können Sie unter der folgenden Adresse Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer beantragen: www.glaeubiger-id.bundesbank.de

Teilen Sie Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer bitte Ihrem Kundenberater der Volksbank mit, damit diese im Banksystem hinterlegt werden kann. Erst damit und mit einer gültigen Inkassovereinbarung für SEPA-Lastschriften können Sie diese online einreichen.

Umdeutungslösung zur Nutzung vorhandener Einzugsermächtigungen als Mandate

Damit nicht für alle bestehenden Einzugsvermächtigungslastschriften neue Mandante eingeholt werden müssen gibt es eine Umdeutungslösung. Die Umdeutungslösung gilt seit dem 09. Juli 2012.

Die Umdeutung erfolgt durch schriftliche Information des Zahlungspflichtigen. In dieser Information sind Gläubiger-ID, Mandatsreferenz und der Umstellungstermin anzugeben. Die Umdeutung ist erfolgt, wenn der Zahlungspflichtige der Information nicht widerspricht. Eine ausdrückliche Zustimmung ist nicht erforderlich.

Voraussetzungen

  • Die Einzugsermächtigung liegt papierhaft vor.
  • Name und Adresse des Zahlungspflichtigen sind bekannt.
  • Der Kunde wird schriftlich über die Migration unter Angabe der Gläubiger-ID und der Mandatsreferenz informiert.
  • Der Kunde widerspricht der Migration nicht. Eine ausdrückliche Zustimmung ist nicht erforderlich.
  • Das Startdatum des SEPA-Mandats ist das Datum der Mitteilung an den Kunden über die Migration.


Abbuchungsauftragsverfahren
Bei der Nutzung des heutigen Abbuchungsauftragsverfahrens müssen Sie sich je nach Zielgruppe mit Ihrem Zahlungspflichtigen auf die Nutzung des SEPA-Basis- bzw. SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens verständigen. Das Abbuchungsauftragsverfahren wird voraussichtlich ab Februar 2014 auf Grund gesetzlicher Vorgaben der Europäischen Union eingestellt.
Abbuchungsaufträge können, im Gegensatz zu Einzugsermächtigungen, nicht in Lastschriftmandate eines anderen SEPA-Lastschriftverfahrens "überführt" werden.

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